Was hilft es, wenn sie keiner kennt: der Lebensretter im Handtaschenformat
6.07.09Philips (medic assist) und medual wollen tausende Jugendliche zu engagierten Ersthelfern machen, mit Hilfe eines kleinen elektronischen Gerätes und einem inhaltlichen neuen Erste-Hilfe-Kurs.
Stromimpulsgeräte, genannt AEDs, können im Notfall Leben retten – nicht nur durch ihre technische Funktion. Sie leiten den Ersthelfer mittels Sprachanweisungen und geben dabei mehr Sicherheit im Notfall für den Laienanwender. Ihr Einsatz ist spielend einfach, wenn man weiß, dass es sie gibt. Zudem sind sie sicher – nur bei einem Kammerflimmern ist die Abgabe eines lebensrettenden Impulses möglich.
Passieren kann es überall, der plötzliche Herztod. Wenn der natürliche Schrittmacher des Herzen anfängt unkontrolliert seine Impulse abzusetzen und dadurch das Herz außer Takt, bis hin zum Totalausfall kommt, hilft nur eins: Eine sofortige Wiederbelebung mit der Herzdruckmassage(HLW) und der Einsatz eines AEDs.
Diese handtaschen-großen Geräte finden sich heute zum Teil in Bahnhöfen, Flughäfen, Schulen und öffentlichen Gebäuden doch das Manko ist, kaum einer weiß es. Die Handhabung ist spielend einfach, die meisten Laiendefibrillatoren verfügen über maximal zwei Knöpf, wovon einer schon einmal der Einschalter ist. Selbst Laien, die noch nie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung(HLW) konfrontiert worden sind können mit dem Einsatz eines solchen Gerätes unterstützend die ersten Maßnahmen bis zum Eintreffen professioneller Hilfe durchführen. Genau dieser Zeitraum entscheidet häufig über die Zukunft des Betroffenen und seine Gesundheit. „Bei einem Kammerflimmern ist die Laiendefibrillation die einzig anerkannte Behandlung. Diese ist absolut sicher durch eine automatische Analyse und hochrelevant – jeder 500. Erwachsene ist in den kommenden 12 Monaten vom plötzlichen Herztod betroffen.“, so Dr. David G. Clausen, Geschäftsführer der medic assist, Zentralvertrieb für Defibrillatoren von Philips.
Das Dilemma, in den derzeitigen Lehrplänen der Ersten-Hilfe-Kurse fanden diese lebensrettenden Geräte bisher keine Berücksichtigung. Obwohl sich die Fachwelt schon längst einig ist. Christian Lackner, Professor am Institut für Notfallmedizin des Universitätsklinikums München und Leiter des Projektes “AED in Bayern”, forderte schon 2006 in der Zeit: “Wir sollten die AED-Anwendung am besten schon in der Schule trainieren und sie verpflichtend in Erste-Hilfe-Kurse integrieren.” Denn bisher kam die Defibrillation beispielsweise in den Kursen für den Führerschein nicht vor – aktuell werden stattdessen kostenpflichtige Extraschulungen angeboten.
medic assist, Zentralvertrieb für Philips Laiendefibrillatoren in Deutschland, geht mit seinem Kooperationspartner medual einen neuen Weg zur stärkeren Verbreitung von Automatisierten Externen Defibrillatoren(AED’s). Im Rahmen dieser Kooperation wird durch den Schulungsanbieter medual die Anwendung eines Laiendefibrillators in die Ausbildungsinhalte der Ersten Hilfe Kurse für Fahranfänger integriert. Beide Unternehmen wollen damit alleine noch im Jahr 2009 10.000 jugendliche Fahranfänger im Rahmen ihres Erste-Hilfe-Kurses für die elektronischen Lebensretter sensibilisieren und begeistern.
“Dies ist ein konsequenter Schritt”, so Oliver Nöltner, Geschäftsführer der medual gGmbH, “die Geräte hängen vielerorts an der Wand, jetzt müssen die Menschen nur noch davon erfahren. Und lernen wie kinderleicht ein AED zu bedienen ist, fangen wir bei der Jugend an.”
Die medual gGmbH gehört zu den führenden Anbietern im Bereich des betrieblichen Notfallmanagements und der Ersten Hilfe. Mit dem Projekt “startsafe – der junge Erste-Hilfe-Kurs” schult das Unternehmen jährlich ca. 30.000 jugendliche Fahranfänger in Erster Hilfe.
www.erste-hilfe.in – startsafe der junge Erste-Hilfe-Kurs
Die medic assist mit Sitz in Bochum ist der außerklinische Zentralvertrieb für Philips Defibrillatoren in Deutschland. Neben Kauflösungen ermöglichen günstige Angebote zur Servicemiete bereits ab 39,99 € monatlich die Absicherung gegen den plötzlichen Herztod.
www.rettetleben.de – Informationen zum plötzlichen Herztod
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